Sehenswertes in unserer Region

Diezer Stiftskirche

Der Grundstein wurde 1289 gelegt und zeigt in der Innenansicht harmonische frühgotische Proportionen. Unter den vielen wertvollen Grabdenkmälern im Innern der Kirche ist vor allem die älteste des Diezer Grafen Gerhard dem VI zu erwähnen.
Der Graf wurde in den damaligen Rivalitäten zwischen Diez und Limburg von Limburger Rittern im Jahr 1343 tödlich verwundet. Hervorzuheben ist auch der romanische Taufstein, der bei Erdarbeiten neben der Stiftskirche 1964 ausgegraben wurde. Seine Herkunft ist ungewiss. Mit Sicherheit ist er jedoch älter als die Kirche selber. Die Stiftskirche finden Sie in der Diezer Altstadt, unterhalb des Schlosses am Schlossberg 4.
Für eine Besichtigung wenden Sie sich bitte an den Küster Herr Post (Tel: 06432 / 4914), an das Pfarramt oder an das Gemeindebüro (Tel: 06432 / 2406).

Hahnstätter Kirche St. Nikolaus

Die Kirche steht hoch über der Aar auf dem Eisenberg. Im romanischen Stil erbaut wird die Kirche 1217 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Mit ihren rund 250 Sitzplätzen bietet sie dem Besucher auch heute noch einen Raum, in dem das Lob Gottes jeden Sonntag neu angestimmt wird. Besonders eindrücklich ist die im 18. Jahrhundert entstandene Kölner Lehmstuckdecke und die Barockkanzel aus dem Jahr 1731.

Für den Besuch der Kirche wenden Sie sich an das Pfarrhaus, Kirchgasse 23a, Tel: 0 64 30 / 92 99 21 oder an Küsterin Frau Adam Tel: 0 64 30 / 76 06.

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Johanneskirche in Holzappel

Die Kirche wurde 1824-26 an Stelle einer älteren Vorgängerkirche im klassizistischen Stil erbaut. Von der älteren Kirche ist noch die Fürstengruft vorhanden, die dem Heimatmuseum im benachbarten Rathaus zugeordnet ist und dort auch besichtigt werden kann. Im Jahre 2000 wurde der Vorraum der Kirche durch den Bildhauer Wolf Spemann (Wiesbaden) Künstlerich neu gestaltet. Der Vorraum ist dem Namenspatron der Kirche (Johannes der Täufer) gewidmet.
Sie finden die Kirche in der Hauptstraße. Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen über die Kirche liegt im Vorraum aus. In der Zeit vom 1.4. - 31.10 ist die Kirche täglich für Besucher von 10:00 - 17:00 Uhr geöffnet. In der übrigen Zeit wenden Sie sich bitte an die Küsterin Frau Gabel, Hauptstrasse 48,
Tel.: 0 64 39 / 64 49.

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Kirche Burgschwalbach

Als typischer Wehrbau aus dem frühen Mittelalter dürfte die Kirche Burgschwalbach wohl 1000 Jahre alt sein. Als kleine ehemalige Wehrkirche hatte sie keinen Glockenturm. Dieser wurde erst im 16. Jahrhundert angebaut. Einen ungewöhnlichen Eindruck bietet das Kirchenschiff. Die herrlichen Stuckaturen an der Decke, die schweren Holzbalken, die die Männerempore tragen , einschließlich der geschnitzten Kanzel, die wunderbaren Kopfstücke der Bänke ebenfalls mit Schnitzereien, die zu den Stuckarbeiten passen (Lutherrose), sind für den Besuch des Gotteshauses zu empfehlen. Beim ersten Blick auf das Kirchenschiff hat man übrigens den Eindruck, dass hier alles windschief ist und zusammen zu stürzten droht, zumal die in die Wand gelehnten Balken schräg stehen. Aber offenbar ist hier dem Namen "Schiff" alle Ehre gemacht worden, und die Balken sollen wahrscheinlich Holzplanken eines gewölbten Schiffsrumpfes symbolisieren. Die Kirche ist leicht innerhalb des alten Ortskerns zu finden.

Besichtigung nach Vereinbarung möglich. Bitte melden Sie sich diesbezüglich beim Pfarramt unter Tel.: 06430 / 40 40

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Dörnberger Kirche

Die Dörnberger Kirche wurde von 1739-41 als Neubau an Stelle der alten Kapelle erbaut. 1862 erhielt die Kirche eine Orgel des Baumeisters Daniel Buderus. Das Äußere der Orgel ist mit reicher Vergoldung versehen. Aus demselben Jahr stammt das ovale Buntglasfenster oberhalb des Altares, das so genannte "Dreifaltigkeitsfenster", auch "Auge Gottes" genannt.
Die Kanzel - entgegen dem Brauch im Nassauer Land nicht mehr zentral über dem Altar gelegen - zeigt schöne Holzarbeiten mit reicher Goldverzierung. Die über dem Kanzelstand angebrachte Krone weist auf die Verbundenheit der Gemeinde Dörnberg mit der Standesherrschaft, dem fürstlichen Hause Holzappel-Schaumburg, hin. Die Kirche ist gut zu finden in der Hauptstrasse.
Außerhalb der üblichen Gottesdienstzeiten können Sie die Kirche unter Absprache mit Küsterin Annette Kapfenberger besuchen, Tel: 0 64 39 / 65 99.

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Kirche Habenscheid

Die Kirche Habenscheid gehört zu den ältesten Kirchen Mittelnassaus. Sowohl ihre wechselvolle Geschichte als auch ihre einmalige Lage in der Landschaft der Wasenbacher Gemarkung haben sie zu einem besonders gern besuchten Gotteshaus gemacht. Das im 30jährigen Krieg zerstörte Dorf Habenscheid wird bereits 790 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Prüm/Eifel erwähnt. Die Kirche, die neben dem Pfarrhaus und der Pfarrscheune als einzige die Verwüstung überlebte, entstand vermutlich im 9. Jahrhundert und hat im Laufe der Jahrhunderte viele Umbauten erfahren. Das Pfarramt Cramberg bietet eine Broschüre zur Geschichte der Kirche für 3,50 Euro an. Diese ist dort auch erhältlich. Sie finden die Kirche, wenn sie auf der LS 323 Richtung Steinsberg und Wasenbach fahren und an der Kreuzung Richtung Cramberg links in den Feldweg einbiegen. Hier dann immer geradeaus.
Familie Hergenhahn, die Betreiber des Hofes Habenscheids, erstes Haus rechts, stellen ihnen gerne den Schlüssel zu einer Besichtigung zur Verfügung.

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Jakobuskirche Freiendiez

Die Jakobuskirche Freiendiez wurde in der Zeit von 1851-53 als dritte Kirche auf demselben Platz erbaut. In den Jahren 1997/98 wurde sie renoviert. Die Gestaltung übersetzt das Wort Evangelium (gute Botschaft von Jesus Christus) in Farbe und heißt den Eintretenden mit einer freundlichen Atmosphäre willkommen. Die Fenster im Chorraum mit Mose, Christus und Paulus hatte der Diezer Kunstmaler Rudolf Fuchs gestaltet. Die aus 21 Registern und 1.412 Pfeifen bestehende Orgel wurde 1971  von der Hamburger Orgelbaufirma Rudolg von Beckerath errichtet. Der Keramikteppich im Mittelgang führt auf den Chorraum zu und lädt ein, mit seinem Anliegen vor den Altar Gottes zu treten. Der Taufleuchter weist auf Christus als das Licht der Welt hin. Der Teppich im Altarraum und der Plattenbeleg auf dem Kirchplatz haben dasselbe Muster, denn Kirche und Welt stehen miteinander in Beziehung. Das Kreuz hängt von der Decke herunter; ebenso senkt sich die Güte Gottes auf uns herab.
Im benachbarten Pfarrhaus, bei Dekan Hans-Otto Rether können Sie um den Schlüssel zu einem Besuch bitten, Tel.: 0 64 32 / 6 19 49. Dort ist auch eine Schrift mit ausführlichen Informationen über die Kirche erhältlich.

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Kirche in Reckenroth

Die Kirche in Reckenroth aus dem 15. Jahrhundert (Marienkapelle) wurde 1738/39 wiederhergestellt. Heute sind noch das ursprüngliche Wandbild und die Marienglocke vorhanden.
Für eine Besichtigung nehmen Sie Kontakt auf mit Küsterin Beate Fuhr, Tel.: 06120 / 84 71.

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Kirche in Dörsdorf

Die Kirche in Dörsdorf wurde 1748 anstelle der alten Kirche auf einer Anhöhe nahe des Dörsbaches gebaut.
Für eine Besichtigung nehmen Sie Kontakt auf mit Pfarrvikar Andreas Becker, Tel.: 0 64 86 / 90 14 11 oder der Küsterin, Frau Wartha Tel: 0 64 86 / 73 71.

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Kirche Klingelbach

Evangelische Kirche Klingelbach, erbaut 1772-74, renoviert und wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt 1995-96. Orgel erbaut von der Fa. Schöler, Bad Ems 1790. Es ist auffallend, daß die Kirche in Klingelbach steht und nicht in Katzenelnbogen, dem Hauptort des Kirchspiels. Eine Sage erklärt diesen Umstand so: Steine, Sand, Kalk und Mörtel waren in Katzenelnbogen angefahren. Das lag aber eines Morgens alles wieder in Klingelbach. Die Katzenelnboger, darüber erbost, drohten: "Ihr Klingelbacher, das gerät nicht." Doch diese wollten von all dem nichts wissen. Im Gegenteil: sie halfen fleißig, die Materialien wieder nach Katzenelnbogen zu schaffen; aber am nächsten Morgen lagen sie abermals in Klingelbach. Wie sollte man das verstehen? Die Klingelbacher machten noch eine Probe, fuhren das Holz nach Katzenelnbogen und stellten drei Wächter dabei. Was geschah? Am Morgen saßen die drei schlafend auf dem Holz in - Klingelbach. Da sprach das Kirchspiel: "Das ist Gottes Finger."
Kontakt für Besichtigungen: Ev. Pfarramt, Rathausstr. 6 56368 Klingelbach
Tel. 0 64 86 91 17 54

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Kirche St. Peter

Die Kirche St. Peter steht gut sichtbar auf dem Petersberg, einem erhöhten Lahnfelsen bei Diez-Heistenbach-Altendiez. Man nimmt an, dass schon die Kelten und Germanen dort ihren Göttern huldigten und Recht sprachen. Erstmals erwähnt wird die Kirche im Jahre 1269. Wahrscheinlich wurde sie ganz im romanischen Stil erbaut. Im Laufe der Zeit hat sie dann viele Umbauten erfahren, zweimal wurde sie zerstört, 1633 und 1796. 1827 entschloss man sich zu einer gründlichen Renovierung. Es sollte ein Gotteshaus entstehen im Stil des Neoklassizismus. Die Kirche bekam größere Fenster. Im Chor wurden Emporen aus Holz eingebaut, die Sakristei und Orgel aufnahm. Der stumpfe und breite alte Turm wurde 1845 durch einen höheren schlanken ersetzt.
Kontakt für Besichtigungen: Evangelische Kirchengemeinde St. Peter zu Diez, Tel: 0 64 32 / 8 30 60 oder
Küsterin Jutta Reitz, Tel.: 0 64 32 / 80 18 19

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Pfarrkirche Eppenrod

In der evangelischen Pfarrkirche Eppenrod sticht der schöne barocke Orgelprospekt mit dem außergewöhnlichen Wappen der Patronatsherren ins Auge. Das Spiegelwappen mit Tanzbär und Einhorn erinnert eher an einen Zirkus als an ein Gotteshaus. Der Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das spätromanische Schiff der Kirche wurde im 30-jährigen Krieg zerstört und anschließend neu aufgebaut. Ein Schlüssel für die Kirche ist schräg gegenüber, Rathausstraße 9, Küsterin Monika Hirnrich, Tel.: 06485 / 236 erhältlich oder im Pfarramt, Isselbacher Straße 2.
Infos / Führungen: Ev. Pfarramt, Tel.: 06485 / 236

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Kirche in Ackenbach

Die Kirche in Ackenbach wurde im Jahre 1769 erbaut. Zwei Glocken rufen dort zum Gottesdienst, die älteste datiert aus dem Jahre 1660. Der Orgelbauer Vogt aus Hochheim erbaute die Orgel, die mit 15 Registern (davon zwei Transmissionen) versehen ist, im Jahre 1854. Eine Außenrenovierung wurde im Jahr 1999 durchgeführt.

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Kirche in Rettert

Die Kirche in Rettert wurde im Jahr 1733 erbaut, der Turm im Jahre 1921 erneuert. Eine Außenrenovierung fand im Jahre 1992 statt. Im Glockenstuhl sind drei Glocken zu finden: "F" (aus dem Jahre 1440), "es", b' (1957). Die Orgel (mit 11 Registern) wurde vom Orgelbauer Nicolaus Seitz im Jahre 1744 erbaut. Erwähnenswert sind zwei Engel-Figuren auf der Brüstung der Sakristei in der Kirche in Rettert.

Beide Gotteshäuser gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Ackerbach-Rettert, der höchsten im Einrich gelegenen Kirchengemeinde. Zum Kirchspiel gehören die Dörfer Berndroth (ca. 260 Evangelische), Oberfischbach (ca. 120) und Rettert (ca. 360).

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Kirche in Flacht

Die evangelische Kirche in Flacht. Auf der kleinen Anhöhe am südlichen Ortsende von Flacht in Richtung Neidereisen stand schon bei der Ersterwähnung der Gemeinde im Jahre 881 eine Kirche. Sie gehörte dem Salvatorkloster Prüm in der Eifel, das hier einen Fronhof besaß. Ältester Teil der heutigen Kirche ist ein romanischer, viergiebeliger Westturm, wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Der Chor ist gotisch (14. Jahrhundert), wie die spitzbogig geschlossenen Chorfenster vermuten lassen. An den Wänden befinden sich freigelegte mittelalterliche Wandmalereien. Das Kirchenschiff wurde um 1700 neu erbaut, 1778 im Innern ländlich-barock ausgestaltet und 1998 letztmalig renoviert.

Die Jahreszahl 1781 im Schaft lässt vermuten, dass die Kanzel in diesem Jahr aufgestellt wurde. Die zweimanualige Weigle-Orgel auf der Chorempore stammt aus dem Jahr 1970 und wurde in einen bereits bestehenden barocken Orgelprospekt eingebaut. Außen an der südlichen Kirchenmauer und am Chor befinden sich zwei Grabplatten aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges. Heute stehen auf dem südlichen KIrchplatz eine Luther-Linde, am Reformationstag 1892 gepflanzt, und auf der gegenüberliegenden Seite eine Zwingli-Lindi aus dem gleichen Jahr.

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Kirche in Hirschberg

Die Kirche in Hirschberg ist ein neugotischer Ersatzbau von 1892 für die wohl aus dem 14. Jahrhundert stammende, 1842 abgetragene Kapelle auf dem Kirchhof. Die älteste Glocke aus dem Jahr 1409 ist noch erhalten.
Architekt Ludwig Hofmann aus Herborn entwarf unter großem Kostendruck das heutige Kirchengebäude. Für damals wie heute ca. 300 evangelische Hirschberger ist dies eine mächtige Kirche. Ein feuchter Baugrund und salpeterhaltiges Baumaterial zwingen in der Folgezeit zu laufenden Renovierungen.
Die Inneneinrichtung ist schlicht gehalten, drei Glasfenster im Chor zeigen die Verklärungsgeschichte.

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Kirche in Langenscheid

Die Kirche in Langenscheid war vormals mittelalterliche Antoniuskapelle, 1731 unter Pfarrer Joseph Hospinian erweitert zur heutigen Gestalt. Das Eingangsportal des Vorgängerbaus ist rechts vom Eingang noch gut sichtbar. Ursprünglich im bäuerlichen Barockstil gehalten und möbliert, wurde sie 1982 unter Architekt Stahlheber radikal umgestaltet: Mit Ausnahme der Orgel wurde alles Mobiliar aus der Kirche entfernt: Der Chorraum ist frei, der Altartisch ist verschiebbar, ein steinernes Lesepult ersetzte die alte Kanzel, Stühle in einem Block ohne Mittelgang ersetzten die alten Bänke. Anstelle der abgerissenen Emporen wurde ein Gemeindesaal eingerichtet. Nachbeserungen erfolgten laufend, zuletzt 1999, als ein klassizistischer Taufstein angeschafft und das Lesepult in Eiche und Lahnmarmor eingekleidet wurde. Eichene Einbauten dämpfen den offenen Charakter. Das helle Kiefer der Inneneinrichtung wurde nachgetönt; die Deckenbalken wieder herausgearbeitet. Zuvor waren die Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege von der Außenmauer in das Kircheninnere geholt worden.

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"Rundkirche" der Kirchengemeinde Oberneisen

Die sogenannte "Rundkirche" der Kirchengemeinde Oberneisen steht beherrschend über dem Dorf und ist weithin im Aartal zu sehen. Ihrer Lage und ihrem repräsentativen Erscheinungsbild verdankt sie auch die Bezeichnung "Dom des Aartals". Der spätromanische Westturm mit Lesenen und seinen gekuppelten Fenstern mit eingestellten Säulen ist der älteste Bauteil und gehörte zu einem früheren Kirchenbau an dieser Stelle. Beim Neubau der Kirche 1816-1819 integrierte man den Turm und gab ihm seinen charakteristischen Abschluss mit Giebel und Dachhaube.

Baudirektor Johann Schrumpf aus Wiesbaden, der schon die Pläne für mehrere Regierungsgebäude (später auch das Jagdschloß Platte) entworfen hatte, errichtete nur der Kirche in Oberneisen das wohl bedeutendste Bauwerk der klassizistischen Zeit im Taunus (Dehio), auch im heutigen Rheinland-Pfalz gilt sie als der wichtigste Kirchenbau jener Stilepoche.


Die Oberneiser "Rundkirche" ist genaugenommen ein zehneckiger Zentralbau, dem eine mächtige Vorhalle vorgelagert ist umit einem von vier toskanischen Säulen getragenem Flachgiebel und breiter Freitreppe. Das Äußere der Kirche zeigt hohe, durchgehende Rundbogenfenster, breite Eckpilaster und ein Zeltdach mit aufgesetzter Laterne, die seit 1851 ein ursprünglich leigendes Oberlichet ersetzt.
Im Inneren ist der Gedanke des Zentralbaus bis zur letzten Konsequenz durchdacht. Der runde Altartisch steht in der Mitte des weiten Raumes, der zu den Bankreihen des Erdgeschosses und der Empore hin von acht kannelierten dorischen Säulen umstanden wird. Sieben Bank-Blöcke, die beiden Emporenaufgänge und die Sakristei (im Turm-Erdgeschoß) umstehen den Altarraum, über dem sich - auf den hohen Säulen ruhend - eine mächtige Kuppel erhebt, die von außen nicht zu erahnen ist. Die Kuppelmalerei mit Rippen, Kassetten und Rosetten verstärkt die Dimension der Höhe und erscheint durch Schatteneffekte plastisch. Eingeschnitten in das Rund ruht auf zwei weiteren hohen Säulen die Orgelempore in der Höhe der Kuppel. die außergewöhnlich geräumige Kanzel ist auf halber Höhe zwischen die beiden Säulen gespannt. Die Renovierungen von 1930 und 1962-1965 modernisierten die Kirche und ihre Farbfassung. Im Zuge der jüngsten Renovierungen 1993 (außen) und 2001 (innen) wurde der ursprüngliche Farbcharakter wieder hergestellt. Die rundkirche verfügt nicht nur über eine hervorragende Akustik, sie gilt in der Kunstwissenschaft als "ausgezeichnete Lösung der Aufgabe, mit geringen Mitteln einen monumentalen Predigtraum zu schaffen; besonders geglückt ist die Wiederverwendung des alten Turmes" (Dehio). Die Kirche beitet im Erdgeschoss 230 Personen Sitzplätze, auf der Empore für 350 Personen.

Das moderne i-Tüpfelchen in der strengen klassizistischen Kirche bilden die vier großen Textilgemälde, die nach Jahreszeit wechselnd auf der Kanzel hinter dem Predigerpult aufgehängt werden. Der Maler E. Münch aus Wiesbaden fertigte sie im Jahr 2002 für die Kirche an und setzte damit den Schlusspunkt und der jüngste Renovierung.

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Kirche von Schönborn

Die heutige Kirche von Schönborn, die im Jahre 1898 eingeweiht wurde, steht quer zum Kirchenschiff der alten Kirche und zeigt noch den Turm aus dem Jahre 1688 und den ehemaligen Altarraum, der heute als seitliche Nische die Gedenktafeln der gefallenen und vermissten Soldaten der Kriege beherbert. Auch das alte Tabernakel ist noch sichtbar.

Der aus Hohensteiner Klinker gemauerte Altar (1965) verwahrt n einer Kassette den Spendenaufruf zum Kirchbau im Jahre 1896: "Unsere arme Gemeinde sehnt sich schon seit 100 Jahren nach einem würdigen Goteshaus anstelle der uralten, modrigen und im Winter nicht mehr zu benutzenden Kirche."

Augenfällig ist die Kanzel aus dem Jahre 1720. Das bäuerlich-barocke Schnitzwerk zeigt in froher Farbenpracht Blumen und Früchte.

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